USA: Schwuler LeFou sorgt für Ärger

Konservative Christen im ganzen Land boykottieren den neuen Disney-Film, weil die Figur LeFou homosexuell ist. Ein Kino in Alabama nahm den Film aus dem Programm.

Ein Kino im US-Bundesstaat Alabama hat 'Die Schöne und das Biest' aus dem Programm genommen.

Damit folgte das 'The Henagar Drive-In Theatre' den Propaganda-Aufrufen der konservativen Christen, die den Film boykottieren. Die Betreiber erklärten, dass sie religiös seien und Kinder vor homosexuellen Einflüssen geschützt werden sollen. Grund dafür ist die schwule Figur LeFou, die sich in den arroganten Verehrer von Belle, Gaston, verliebt. Dieser Erzählstrang kommt in dem Zeichentrick-Original aus den 90ern nicht vor. Der Regisseur Bill Condon bezeichnete dies als einen "netten, exklusiven schwulen Moment in einem 'Disney'-Film". Condon erklärte weiter: "LeFou ist jemand, der an einem Tag Gaston sein will und an einem anderen Tag Gaston küssen will. Er ist verwirrt darüber, was er will. Er ist jemand, der gerade erst merkt, dass er diese Gefühle hat. Josh spielt das köstlich. Was am Ende passiert, verrate ich natürlich nicht. Aber 'Disney' hat definitiv seine erste schwule Szene."

Da 'Disney' nicht gerade für die Darstellungen freier Sexualität in den Zeichentrick-Filmen bekannt ist, könnten die Realverfilmungen neue und modernere Ansätze bringen. Auch interkulturelle Knutschereien gab es bisher selten, in der Endsequenz dieser Version sieht der Zuschauer jedoch gleich zwei unterschiedliche Liebespaare. Am 16. März kommt der Film in die Kinos. (mg)

07.03.2017
Der Regisseur Bill Condon bezeichnete dies als einen
Der Regisseur Bill Condon bezeichnete dies als einen "netten, exklusiven schwulen Moment in einem 'Disney'-Film"

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