Die Gefahr beim Sex deshalb sind Humane Papillomaviren für Männer besonders gefährlich

Humane Papillomaviren verursachen HPV-Infektionen. Umgangssprachlich werden diese Viren auch „Warzenviren“ genannt. Unter den mehr als 140 verschiedenen Arten von Humanen Papillomaviren gibt es Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Viren. Niedrigrisiko-Viren übertragen leichte Erkrankungen beispielsweise Feigwarzen. Gefährlich sind die Hochrisiko-Viren wie HPV 16 und 18, die das Entstehen von Gebärmutterhals- und Analkrebs begünstigen und als besonders aggressiv gelten.

Was macht die Humanen Papillomaviren so gefährlich?


HPV-Infektionen gehören zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. 60 bis 80 Prozent aller sexuell aktiven Erwachsenen sind mit diesen Viren infiziert. In der Regel ist der Krankheitsverlauf harmlos und die Infektion heilt völlig aus. Die Gefahr einer Krebserkrankung ist jedoch nicht zu unterschätzen. Eine Ansteckung erfolgt sehr leicht. Es genügt ein Kontakt mit winzigen Hautschuppen der Warzen oder der betroffenen Haut- und Schleimhautstellen. Durch mikroskopisch kleine Verletzungen in der Haut gelangen die Viren in den Körper. Aus diesem Grund erhöht sich das Infektionsrisiko, wenn man Intimrasuren vornimmt oder Piercings besitzt. Außerdem steigt das Risiko einer Ansteckung mit der Zahl der Sexualpartner.

Sex - Hauptübertragungsweg für HPV-Infektionen


HPV-Infektionen können bereits beim ersten sexuellen Kontakt mit einer infizierten Person übertragen werden. Vaginal-, Anal- oder Oralverkehr sollten aus diesem Grund nur mit Kondomen stattfinden. Auch das Sperma eines Mannes kann die Viren übertragen, weil Warzen manchmal die Harnröhre befallen. Intensiver Körperkontakt und Schmierinfektionen können auch zur Virenübertragung führen, dies ist jedoch viel seltener der Fall.

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Warum sind besonders Männer gefährdet?


Eine Ansteckung kann mit präventiven Maßnahmen verhindert werden. Zum einen schützt beim Eindringen des Penis in den After die Benutzung eines Kondoms. Außerdem sollte man auf Hautveränderungen und Warzen beim Partner achten und diese nicht berühren oder sich umgehend gründlich die Hände waschen.

Eine wirksame Methode der Vorbeugung ist darüber hinaus eine Impfung. Es gibt in Deutschland drei Impfstoffe gegen die aggressiven, krebsauslösenden HPV-Typen, die insgesamt einen Schutz von 80 bis 90 Prozent bieten. Zwei der Impfstoffe bieten zusätzlich einen Schutz gegen die Niedrig-Risiko-Viren, die Feigwarzen verursachen. Für Mädchen bis zu 17 Jahren übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Impfung von ungefähr 500 Euro, für Jungen aber leider noch nicht. Auch wenn nur Mädchen vom Gebärmutterhalskrebs betroffen sein können, ist dies fragwürdig. Männer erkranken immer häufiger an von Hochrisiko-Viren begünstigtem Anal- oder Peniskrebs und auch Mund, Rachen oder der Kehlkopf können betroffen sein. Selbst wenn die Infektion erfolgreich ausheilt, können die Viren ein Leben lang im Körper bleiben und andere Menschen infizieren. Um Männer zu schützen und die Ausbreitung einzudämmen, ist eine Impfung von Jungen vor der Geschlechtsreife sinnvoll. (rk)

16.05.2017


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