Die neue Anti-HIV-Pille: Mit PrEP nachhaltig vorbeugen Die neue Anti-HIV-Pille

Trotz aller Aufklärung: Immer noch stecken sich jedes Jahr rund 3.200 Deutsche neu mit dem HI-Virus an. 72 % davon sind schwule Männer. Ein häufiger Grund ist Sex ohne Kondom. Dabei können Partydrogen, der etwas verlorengegangene Schrecken vor Aids oder Verdrängung eine Rolle spielen, wenn „Mann es ohne Gummi macht“. Es wird schon nichts passieren? Darauf ist kein Verlass! Auf Safer-Sex-Praktiken und PrEP schon.

PrEP bedeutet „Prä-Expositions-Prophylaxe“, zu Deutsch in etwa „Vor-dem-Kontakt-Vorsorge“. Gemeint ist die Möglichkeit, sich mit einer Anti-HIV-Pille zusammen mit Safer-Sex-Praktiken vor Ansteckung zu schützen.

Denn: Sich ohne Schutz mit fremden und/oder häufig wechselnden Partnern einzulassen, ist hochgefährlich. Schließlich könnte der andere das Virus in sich tragen. Nach aktuellen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts sind allein ca. 13.000 Menschen in Deutschland, ohne es zu wissen, mit HIV infiziert1.

Hatten Sie auch schon riskanten ungeschützten Verkehr? Und kennen das mulmige Gefühl oder gar Panik hinterher? Das muss heute nicht mehr sein.

Auch für Paare, bei denen ein Partner HIV-positiv ist, ist PrEP eine gute Möglichkeit sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Wie PrEP schützen kann


Die Anti-HIV-Pille enthält zwei spezielle Wirkstoffe (Emtricitabin, Tenovirdisoproxil), die auch (entsprechend den jeweiligen Fachinformationen)
zur Therapie bei bereits erfolgter HIV-Infektion bei Erwachsenen zugelassen sind und seit vielen Jahren in diesem Bereich Anwendung finden. Sie blockieren ein Enzym des HI-Virus, das für die eigene Vermehrung des Virus wichtig ist. Nach der Einnahme liegen die beiden Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum in gewissen Konzentrationen u.a. in Blut und Schleimhäuten vor.

Beim Einsatz als PrEP-Wirkstoffe bedeutet das: Gelangen HI-Viren in die Zellen von Schleimhäuten und Immunsystem, können sie sich nicht weiter ausbreiten, was einer HIV-Infektion entgegenwirkt. Man bleibt also HIV-negativ.

Voraussetzung: Es muss regelmäßig eine Pille täglich eingenommen werden, damit eine ausreichend hohe Menge der Wirkstoffe im Blut kreisen kann – und zwar dauerhaft. Das Risiko einer HIV-Übertragung wird dadurch um über 86 % gesenkt2.

Die hohe Schutzwirkung wurde schon 2015 in der PROUD-Studie2 mit Männern, die ein besonders hohes Ansteckungsrisiko haben, belegt. Wichtig: Anwender sollten zusätzlich Kondome benutzen, da die PrEP nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie z.B. Syphilis, Tripper oder Hepatitis C schützt.

Die Wirkstoffe der Anti-HIV-Pille werden allgemein gut vertragen. Nebenwirkungen wie etwa Magenverstimmungen oder Kopfschmerzen treten manchmal nur anfangs und auch nur bei wenigen Anwendern auf.

Ist die PrEP was für mich?

  • Die Anti-HIV-Pille ist vor allem für Männer gedacht, die Sex mitMännern haben, aber auch für heterosexuelle Paare, bei denen ein Partner HIV-positiv ist.
  • Der Anwender muss HIV-negativ sein und dies sowohl vor der ersten Einnahme als auch in der Folge alle 3 Monate testen lassen. Wäre er nämlich mit HIV infiziert, könnten die Viren gegen das Medikament unempfindlich werden.
  • Auch eine Hepatitis-B-Infektion muss vorher ausgeschlossen werden. Zudem sollten Sie gesunde Nieren haben – und deren Funktion regelmäßig überprüfen lassen.
  • Zur PrEP ist das Arzneimittel nur für Erwachsene zugelassen und nur geeignet zusammen mit Safer Sex Praktiken.
  • Und: Sie müssen bereit sein, die Pille zuverlässig jeden Tag einzunehmen.


Wenn dies alles zutrifft, kann Ihnen der Arzt das Medikament verschreiben und Sie ausführlich dazu beraten. Wichtig: Suchen Sie sich einen Doktor, der auf HIV-Therapien spezialisiert ist.

Neue Anti-HIV-Pille – endlich günstiger

Die PrEP ist hierzulande seit etwa einem Jahr vom Erstanbieter zugelassen. Bislang jedoch erstatten die Krankenkassen die Kosten nicht. Der hohe Preis des Originalpräparats schreckte bisher viele vor der Anwendung ab. Oder, noch schlimmer: manche bezogen auf illegalem Weg aus nicht sicheren Quellen über das Internet ein PrEP-Medikament, bei dem die Qualität fraglich ist und keine notwendige Begleitung durch den Arzt erfolgt.

Mittlerweile ist der Patentschutz für das Originalpräparat ausgelaufen, und das Produkt von Hexal kann nun als Generikum (Mittel mit den gleichen Wirkstoffen) für die PrEP zu günstigen Preisen bezogen werden – ziehen Sie Erkundigungen ein. Ärztegesellschaften und Verbände wie die Deutsche AIDS-Hilfe machen sich außerdem vehement für eine Erstattung durch die Kassen stark.

Achtung, nicht am falschen Ende sparen!


Beziehen Sie die Anti-HIV-Pille keinesfalls ohne Rezept online, im Ausland oder auf dem Schwarzmarkt. Qualität und Nutzen sind nur bei ärztlicher Aufsicht, den nötigen Begleituntersuchungen und Medikamenten aus einer zertifizierten Apotheke sichergestellt! Ein Erklärvideo und weitere Infos zur PrEP finden Sie unter www.hexal.de.


1 Epidemiologisches Bulletin des Robert-Koch-Instituts – Nr. 45, Stand: Ende 2015. 2 McCormack S et al. Pre-exposure prophylaxis to prevent the acquisition of HIV-1 infection (PROUD): effectiveness results from the pilot phase of a pragmatic open-label randomised trial. The Lancet. Sept 9, 2015 (Advertorial)

09.11.2017


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