PrEP: Ratiopharm zieht nach

Ratiopharm hat den Preis für sein PrEP-Generikum drastisch gesenkt.

Statt 556,33 Euro kostet die 30er-Packung Emtricitabin/Tenofovir Ratiopharm ab Dezember nur noch 69,90 Euro. Eine Packung mit 90 Tabletten wird für 209,70 statt 1639,62 Euro Euro erhältlich sein.

Der Kölner Apotheker Erik Tenberken brachte mit seinem Pilotprojekt den Stein ins Rollen. Tenberken und Hexal wollen PrEP erschwinglich machen.

Gegenüber SCHWULISSIMO begründete Erik Tenberken seine Idee, zum Preissturz von PrEP so: „Seit Zulassung der PrEP in Deutschland 2016 hatten wir mehr und mehr Nachfragen nach der PrEP, aber sehr wenige konnten diesen horrenden Preis selber bezahlen. (…) Da viele Krankenkassen wegen Rabattverträgen nicht den vollen Preis bezahlen müssen, habe ich nach Wegen gesucht, diese Möglichkeit auch privaten Personen zu erschliessen, welche sich sonst die PrEP gar nicht oder nur auf Umwegen im Internet preiswerter hätten leisten können. Die Möglichkeiten der Teilmengenabgabe im Arzneimittelgesetz und die Gewährung von Sonderpreisen an Herstellerbetriebe waren die Grundlage für unser PrEP-Projekt. Mit dem Start der PrEP wurde der Schutz bezahlbar und durch die Einbindung der Ärzte effektiv und legal."

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Nur wenige Wochen später die Überraschung: Ratiopharm zieht nach und gibt sein Produkt zu einem Bruchteil des bisherigen Preises ab.

Tenberken, Inhaber der auf HIV-Patienten spezialisierten Birken-Apotheke aus Köln, ist mit der neusten Entwicklung zufrieden: „Auf diese Weise wird die PrEP von der Sonder- zur Regelversorgung.“
(js)

29.11.2017
© Ratiopharm
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