Ehe für alle - fast Wort des Jahres

Am Ende hat es nur knapp nicht gereicht: Wie die Gesellschaft für deutsche Sprache auf ihrer jährlichen Kür des Wort des Jahres mitteilte, musste sich die "Ehe für alle" dem sogenannten "Jamaika Aus" geschlagen geben.

Dieser Begriff beschreibt das Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU, Grünen und FDP auf Bundesebene. Die Premiere der Jamaika-Koalition in Berlin muss damit weiter auf sich warten lassen.

Dass es "Ehe für alle" auf den zweiten Platz der Rangliste geschafft hat, darf dennoch als Achtungserfolg angesehen werden. Immerhin konnte die Öffnung der Ehe für andersartige Partnerschaften Begriffe wie "#MeToo" und "covfefe" hinter sich lassen. Ersterer Hashtag beschreibt die Erfahrungen von Frauen mit Männern in Machtpositionen, die nach den Übergriffen des Filmproduzenten Harvey Weinstein publik geworden waren. Letzterer Begriff erreichte durch einen Tweet von US-Präsident Donald Trump größere Bekanntheit, wobei nach wie vor unklar ist, für was er steht.

"Jamaika Aus" folgt übrigens auf das Wort "postfaktisch" im Jahr 2016.


(fl)

13.12.2017
© dolgachov
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