Der seidene Faden

(Drama) Der renommierte Damenschneider Reynolds Woodcock ist ein echter Star der britischen Modewelt. Die High Society der 1950er-Jahre schwelgt in den Stoffträumen des Modedesigners, welche er gemeinsam mit seiner Schwester Cyril entwirft. Adlige, Filmstars, Erbinnen, Damen aus der Society und Debütantinnen im London der Nachkriegsjahre sind von seinen Kreationen begeistert. Alle reißen sich um die unverwechselbaren Modelle des „House of Woodcock“. Frauen kommen und gehen im Leben des Modemachers, dienen dem überzeugten Junggesellen hin und wieder als Inspiration und leisten ihm Gesellschaft. Dabei hat Reynolds sein Leben völlig unter Kontrolle. Bis auf einige Affären mit jungen Damen der Oberschicht gestattet er sich keine Beziehung — bis er eines Tages Alma kennenlernt. Alma wird seine neue Muse und gleichzeitig die große Liebe von Reynolds. Doch die junge Frau bringt das Leben des peniblen Schneiders komplett durcheinander. Sie will sich nicht seiner Kontrollsucht und Obsession beugen. Stattdessen besteht die willensstarke Alma auf ihre eigene Meinung. So sorgt sie nicht nur für Verwirrung, sondern treibt Reynolds gleichzeitig auch zu neuen Höchstleistungen an.

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Unter der Regie von Paul Thomas Andersons kommt es bei seiner mittlerweile achten Regiearbeit zu einer erneuten Zusammenarbeit zwischen ihm und Schauspieler Daniel Day-Lewis. Sein Film „There Will Be Blood“ wurde 2007 hochgelobt und Daniel Day-Lewis erhielt für seine Darstellung seinen zweiten Oscar als bester Hauptdarsteller. Mit insgesamt drei Oscars als bester Hauptdarsteller – neben „There Will Be Blood“ für „Mein linker Fuß“ und „Lincoln“ – gehört Daniel Day-Lewis zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods. Zu Beginn seiner Karriere spielte Day-Lewis noch den schwulen Punk in dem britischen gesellschaftskritischen Film „Mein wunderbarer Waschsalon“. Doch schnell wurde er ein gefragter Star. Die Reihe seiner Rollen ist durchaus beeindruckend: „Der letzte Mohikaner“, „Gangs of New York“ oder „Im Namen des Vaters“ sind nur einige seiner herausragenden Leistungen. Umso überraschender, dass der mittlerweile 60-jährige Mime im Sommer des vergangenen Jahres verkündete, dass er sich aus privaten Gründen aus der Öffentlichkeit zurückziehen will und somit „Der seidene Faden“ sein wahrscheinlich letzter Film sein wird. Eine weitere Oscar-Nominierung sollte ihm hier allerdings noch einmal so gut wie sicher sein.

In weiteren Rollen sind u.a. Lesley Manville („Maleficent – Die dunkle Fee“) und die in Berlin lebende Luxemburgerin Vicky Krieps, welche bisher in Nebenrollen mehrerer Kinoerfolge überzeugen konnte („Die Vermessung der Welt“), zu sehen. Ein weiteres interessantes Detail: Jonny Greenwood, Mitglied der britischen Band Radiohead, komponierte die Filmmusik für „Der seidene Faden“ (im Original: „Phantom Thread“) und erhielt hierfür bereits eine Golden Globe-Nominierung. Man sollte sich allein schon wegen Daniel Day-Lewis dieses Historien- und Kostümdrama nicht entgehen lassen.

Im Kino ab 1. Februar


(id)

13.02.2018
© 2017 Focus Features, LLC.
© 2017 Focus Features, LLC.

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