Züricher Genossenschaft sucht homosexuelle Mieter

Eine Genossenschaft in Zürich ist für ihr Bauprojekt „Zollhaus“ auf der Suche nach zukünftigen Mietern. Dabei haben sie ganz genaue Vorstellungen, wie die Mieter sein sollen.

Wenn in Zürich eine Wohnung ausgeschrieben ist, dann stehen die Interessenten in der Regel Schlange und die Vermieter haben die Qual der Wahl. Natürlich müssen die Mieter beim Auswahlverfahren bestimmte die Kriterien erfüllen, doch die Kriterien für das Bauprojekt „Zollhaus“ sind andere, als man eigentlich erwarten würde.

Circa ein Drittel der Wunsch-Bewohner soll aus Ausländern bestehen, die „sicht-, les- und hörbar anders sind“, das berichtet das Schweizer Magazin „Blick“. Dazu sollen zu 30 Prozent Bewohner mit tiefem Sozialstatus, und zu 20 Prozent Bewohner, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, kommen. Ebenfalls erwünscht sind alleinerziehende Eltern, Arbeitslose und Menschen mit Behinderung. Der Rest der Wohnungen soll an LGBT-Paare vergeben werden.

René Schegg vom Schweizer Dachverband der schwulen und bisexuellen Männer „Pink Cross“ findet eine große Vielfalt in Wohnsiedlungen grundsätzlich positiv. „Natürlich besteht immer auch die Gefahr, dass Neid unter all jenen entsteht, welche die Kriterien nicht erfüllen“

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Schegg glaubt, dass der Kriterien-Katalog für Mieter nur eine temporäre Lösung ist. „Langfristig wünsche ich mir, dass wir eine solche Gleichstellung in der Gesellschaft erreichen, dass die Herkunft oder sexuelle Orientierung überhaupt keine Rolle mehr spielen bei der Vergabe einer Wohnung.“


(js)

03.05.2018
© Natee Meepian
© Natee Meepian

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