Gesichtserkennung kann Homosexualität vorhersehen

Ein Stanford-Professor behauptet, einen Algorithmus entwickelt zu haben und erntete einen Shitstorm.

Der Forscher Michal Kosinski ist Professor für organisatorisches Verhalten an der Standford University. Er behauptet in einer umstrittenen Arbeit, anhand von Algorithmen bei der Gesichtserkennung unterscheiden zu können, ob jemand hetero- oder homosexuell ist. Auch könne er erkennen, welche Emotionen jemand empfindet, welchen IQ er hat und ob er dazu veranlagt ist, ein Verbrechen zu begehen.

Er behauptet in einem nicht veröffentlichten Papier sogar, er würde erkennen, ob jemand US-Republikaner oder Demokrat ist.

Wie „derStandard.de“ berichtet, sei Kosinski zufällig über die Entdeckung gestolpert, als er Facebook Profile betrachtete und bemerkte, dass introvertierte und extrovertierte Personen unterschiedliche Gesichter hatten. Die Praktik, die Persönlichkeit eines Menschen anhand des Gesichts vorauszusagen, ist bereits seit Jahrhunderten gängig. Unter dem Namen "Physiognomie" wurden oft zutiefst rassistische Ressentiments verbreitet, z.B., dass Kriminelle immer wie „Gorillas“ aussehen.

Kosinski sieht hingegen Physiognomie als Mischung aus Aberglaube und Rassismus – stattdessen greife man auf neuronale Netzwerke. Bei 35.326 Fotos sei es so möglich gewesen, bei Männern zu 81 Prozent und bei Frauen zu 74 Prozent vorauszusagen, ob sie schwul, lesbisch oder hetero sind. Wenn der KI fünf Fotos nebeneinander angezeigt wurden, konnte sie zu 91 Prozent bei Männern und bei 83 Prozent bei Frauen die Sexualität vorhersagen.


(js)

10.07.2018
© metamorworks
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