„If there´s a soulmate for everyone“

Natasha Bedingfield besingt es in ihrem Hit „Soulmate, der 2007 erschien.
Ist es möglich, dass jeder von uns einen Seelenverwandten hat? Einen Menschen, mit dem wir uns auf eine schon fast magische Art verbunden fühlen? Er denkt und fühlt das gleiche und ist in der Lage die emotionalen Signale des anderen genau zu deuten.

Er beendet die Sätze des anderen oder ruft im gleichen Moment an, in dem man an ihn gedacht hat. Man fühlt sich bei diesem Menschen geborgen und das, vom ersten Tag an.
Als Seelenverwandtschaft bezeichnet man eine Verbindung zwischen zwei Personen, die sich auf einer oder mehreren Ebenen verbunden fühlen. Diese Ebenen können Liebe, Kommunikation, Intimität, Sexualität oder auch Spiritualität sein. Nach Platons Theorie zerlegte Zeus damals die Kugelmenschen, die über vier Arme, vier Beine und zwei Gesichter verfügten, in zwei Hälften. Diese Hälften sind heute Menschen und jeder sucht die verlorene andere Hälfte.

Wenn es nach dem griechischen Philosophen Aristoteles geht, dann besteht von Beginn an eine Seele in zwei Körpern. In der jüdischen Auffassung von Seelenverwandtschaft fällt immer wieder das Wort „Bashert“, was so viel wie Schicksal bedeutet. Es wird häufig im Zusammenhang mit „Seelenverwandter“ oder „göttlich vorbestimmter Ehegatte“ verwendet.

Also ist die Seelenverwandtschaft zwischen zwei Menschen von Gott vorherbestimmt?
Man weiß nur, dass die Seelenverwandtschaft eine ganz spezielle Form, der persönlichen Bindung ist, die für Außenstehende kaum nachvollziehbar ist. Wer es selbst schon erlebt hat, wird das bestätigen können.

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Doch nicht nur der Partner kann der „Soulmate“ sein, auch unter Freunden ist das möglich. Diese Freunde zeigen sich einander ihr wahres Gesicht und haben keine Angst, dafür verurteilt zu werden. Man ist von Anfang an auf einer Wellenlänge. Man kennt diese Verbindung auch im Kreise der Familie, zum Beispiel bei Zwillingen. Manche behaupten, sie könnten fühlen, wenn der andere sich verletzt oder sie wissen, was der andere denkt. Sie verstehen sich auch, wenn sie nichts sagen.

Doch was ist diese tiefe Bindung, die sich seit Jahrhunderten kein Philosoph oder Wissenschaftler erklären kann? Es ist, als würden zwei Menschen vollkommen gleich ticken. Sie vertrauen einander, wie sie keinem anderen vertrauen. Sie sind der perfekte Ratgeber und sind immer ehrlich. Diese Menschen begegnen sich auf Augenhöhe, keiner steht unter oder über dem anderen. Sie haben den gleichen Humor und haben Codewörter oder Insider, die für Außenstehende nicht verständlich sind.

Vielleicht ist es jemand, den man schon aus Kindheitstagen kennt, mit dem man seit Jahren befreundet ist. Es kann aber auch jemand sein, dem man heute erst begegnet. Auf jeden Fall begegnet man seinem Seelenverwandten nicht jeden Tag. So etwas ist ungemein selten. Doch sucht man nicht nach seinem „Soulmate“. Irgendwann begegnet man sich und das wahrscheinlich eher zufällig. Wie schon das jüdische Wort „Bashert“ sagt: Schicksal.


(js)

05.08.2018
© gevende
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