Mit dem Astra repräsentiert Opel die Kompaktklasse, welche sich mittlerweile in der zehnten Generation befindet. Der Astra ist von Grund auf neu entwickelt und profitiert dabei von Technik und Innovationen des Insignia. Die Frontkamera erkennt beispielsweise Verkehrszeichen wie Tempolimits und Überholverbote und sendet zudem Daten an den integrierten Spurassistenten. Das adaptive Fahrlicht optimiert den Lichtkegel etwa bei Kurvenfahrten und kann bei Bedarf automatisch auf- und abblenden. Basierend auf der Erhebung von Wünschen und Bedürfnissen der Käuferschaft und akribisch genauer Umsetzung durch die Ingenieure, gelang ein Grad an Funktionalität, welcher maßgebend ist. So gibt es für jegliches Utensil – sei es ein iPod, eine Wasserflasche, eine Brille oder Parkmünzen – sinnvolle Ablagemöglichkeiten, die genau dort platziert sind, wo sie gebraucht werden. Verarbeitungsqualität und Materialanmutung sind dabei von hohem Niveau. Gegen Aufpreis ist ein ansonsten von außen unsichtbarer Heckgepäckträger lieferbar, welcher mit wenigen Handgriffen ausgefahren werden kann und bis zu zwei Fahrräder transportieren kann.
Die Motorenpalette reicht von 95-160 PS (Diesel) und 100-180 PS (Benziner), wobei alle Triebwerke die Euro-5-Norm erreichen. Die CO2-Emissionen belaufen sich von unter 110 bis 179 g/km (kombiniert). Revolutionär ist die neue Hinterachskonstruktion, bei der erstmals eine Verbundlenkerachse mit einem Wattgestänge kombiniert wurde. Die in Kurven auftretenden Querkräfte werden dabei durch das Wattgestänge direkt gegen den Aufbau stabilisiert. Der Erfolg dieser Technologie ist ein spürbar exakteres und dynamischeres Handling. In diese Richtung zielt auch das perfekt abgestimmte Fahrstabilitätssystem, welches sowohl über die Bremsen als auch über den Antrieb wirkt. Es ist derart feinfühlig abgestimmt, dass es erst im letzten Moment aber dennoch nie zu spät eingreift und dabei so viel wie nötig und so wenig wie möglich manipuliert. Schlupf wird bewusst zugelassen. Vorbei sind damit die Zeiten, in denen ein Stabilitätsprogramm einen Fahrfehler durch groben Eingriff korrigiert um dann gefühlte Minuten später dem Fahrer erst wieder das Kommando zu erteilen. Im neuen Astra ermöglicht das Stabilitätssystem vielmehr selbst dem ungeübten Fahrer ungeahnt schnelle Rundenzeiten, als würde ein Fahrfehler stets in Echtzeit durch einen Rennprofi zu einem Grenzbereichsmanöver verwandelt werden.
Redakteur Christopher Schmidt bei der Testfahrt.
Abschließend bleibt zu sagen, dass mit dem neuen Astra ein ausnehmend durchdachtes, detailverliebtes und ausgereiftes Fahrzeug erschaffen wurde, welches auch nicht zuletzt durch beinahe futuristisch angehauchte und unverwechselbare Designelemente für frischen Wind sorgen wird und einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. (cs)