Lexus LFA
Zugegeben, in den Genuss des Lexus LFA werden wohl die wenigsten kommen. Dennoch lohnt es sich, einmal einen Blick auf das Luxus-Kaliber zu werfen. Mit zehn Zylindern, richtig Dampf unter der Haube und einer schmerzlichen Limitierung der Auflage, wollen die Japaner gut betuchten Autofans satten Fahrspaß bescheren. Bis 9.000 Umdrehunge pro Minute verträgt der Hubraum-Brocken, ein Spitzenwert – selbst unter Performance-Triebwerken. Lexus betont, dass sämtliche Komponenten individuell für den LFA entwickelt wurden, was angesichts des Preises nicht verwundert. Mit schlappen 375.000 Euro muss man seine Kreditkarte belasten um ein wenig posen zu können. Dafür bekommt man dann das automatisierte Sechsgang-Getriebe, die Keramik-Bremsanlage sowie ein auf den Innenraum abgestimmtes Soundsystem von der Hausmarke Mark Levinson, das für höchste Klang-Genüsse bürgt. Ab Ende 2010 beginnt die Fertigug im Werk Motomachi, die freilich zum größten Teil aus Handarbeit besteht. Etwa 20 Exemplare pro Monat schafft die Belegschaft; bestellt werden kann der Brocken aber natürlich schon jetzt. Zwischen 30 Außenlackierungen darf der Kunde wählen und kann diese wiederum mit 12 verschiedenen Innenraum-Farben kombinieren – ein bisschen Qual der Wahl muss schließlich auch für Millionäre sein. Selbst die Bremssättel können per Einfärbung individualisiert werden. Der Flitzer der Toyota-Tochter Lexus wird von einem neu entwickelten, hochdrehenden 4,8-Liter V10-Motor mit 412 kW/560 PS und 480 Nm Drehmoment angetrieben und erzielt damit eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. Eine schon fast zur Ohnmacht bringende Spurtleistung, von 0 auf 100 km/h braucht der LFA nur 3,7 Sekunden, lässt diese Geschwindigkeit blitzschnell auf dem Tacho aufblinken. Dies ist natürlich auch dem Gewicht von 1480 kg zu verdanken. Die Gangwahl über Schaltwippen bringt die konsequente fahrerorientierte Ausrichtung des LE XUS LFA perfekt zur Geltung. Damit der Fahrer stets die volle Kontrolle behalten kann, wurden die Schaltwippen an der Lenksäule statt am Lenkrad positioniert. Sie erfordern unterschiedliche Betätigungskräfte. Während das Hochschalten nur ein leichtes Antippen der rechten Schaltwippe benötigt, erfordert das Herunterschalten mit der linken Schaltwippe etwas mehr Kraft und betont damit die mechanische Verbundenheit zwischen Fahrer und Getriebe. Das nach 9 Jahren Entwicklungszeit vorliegende Ergebnis kann sich sehen lassen und zeigt, dass rassige Sportwagen nicht nur den Italienern vorbehalten sind. Wer sich den Wagen zulegt, kann sich gern in der Redaktion melden. Falls kein Beifahrer zur Stelle sein sollte, werden wir bei der Suche außerordentlich gern behilflich sein. (mg)
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06.02.2010  Lexus LFA
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