Drei gute Vorsätze für 2010
Jedes Jahr wiederholt sich zum Jahreswechsel ein Ritual, welches in seiner Nutzlosigkeit kaum zu überbieten ist: Es werden gute Vorsätze formuliert. Man nimmt sich vor, Stress zu vermeiden bzw. abzubauen, mehr Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen, mehr Sport zu treiben, mehr Zeit für sich selbst zu gewinnen, sich gesünder zu ernähren und abzunehmen, weniger fern zu sehen, weniger Alkohol zu trinken und mit dem Rauchen aufzuhören. Der gute Mensch wird definiert und mit Auflagen belegt. 14 Tage boomen deshalb zu Beginn des Januars die Fitness-Studios, und die Obst- und Gemüseabteilungen der Supermärkte registrieren Umsatzzahlen, die den Jahresumsatz für 2010 stabilisieren könnten. Dann aber meldet sich wieder der innere Schweinehund und jede Verhaltensänderung verabschiedet sich etwa um den 15. Januar bis zum ersten Januar des folgenden Jahres. Trotz dieser deprimierenden Erkenntnis macht es zu jedem Zeitpunkt des kommenden Jahres Sinn, sich drei gute Vorsätze einzuprägen. Drei Themen sind noch überschaubar und lassen sich umsetzen. Mit dem Ergebnis, dass sie sich allzeit positiv auf die eigene Gesundheit und auf die äußere Erscheinung auswirken können.
Vorsatz Nr. 1 für eine bessere Ernährung
»Ich esse alles was mir schmeckt – schaue aber hin, was und wieviel es ist.« Vielseitigkeit in der Ernährung stellt sicher, dass der Körper die Substanzen bekommt, die er benötigt. Nahrungsergänzungsmittel in Pillen- und Pulverform sind dann völlig überflüssig. Wer täglich etwas Obst und Gemüse sowie Eiweißprodukte wie zum Beispiel Milch oder Käse, ein wenig gesunde Fette (z.B. Raps- oder Olivenöl) und eine überschaubare Menge an Kohlenhydraten (z.B. Vollkornbrot) zu sich nimmt, kann durchaus ab und zu auch bei fetter Bratwurst und Pommes rot/weiß zuschlagen. Den Überblick behalten muss man nur dabei, wieviel Kalorien man über die Nahrung zu sich nimmt und wie hoch der tägliche körperliche Verbrauch dieser Kalorien ist. Mehr Kalorienaufnahme als Verbrauch bedeutet Gewichtszunahme. Ist der Kalorienverbrauch gleich der Menge an aufgenommenen Kalorien, bleibt das Körpergewicht auf einem konstanten Level. Ist der körperliche Verbrauch an Kalorien (z.B. durch Konditionstraining beim Sport) höher als die zugeführten Kalorien, nimmt man ab. Und wer es alleine überhaupt nicht schafft, den Überblick darüber zu behalten, sollte sich dazu entscheiden, entweder mit anderen etwas zusammen für die Fitness zu tun – denn in der Gruppe fällt es den meisten leichter, bei der Sache zu bleiben oder vielleicht einen professionellen Berater und Coach aufzusuchen.
Vorsatz Nr. 2 für die Pflege der Haut
»Ich kaufe nicht mehr Kosmetik, die nur danach unterscheidet, ob sie für Frauen oder für Männer geeignet ist.« Überall und immer wieder hört und liest man von den riesengroßen Unterschieden zwischen der Haut von Frauen und von Männern. Untersucht man diese Unterschiede jedoch wissenschaftlich, erkennt man, dass es fast keine geschlechtstypischen Merkmale gibt hinsichtlich des Zellaufbaus, des Haarwachstums, der Schweiß- und Talgdrüsen. Lediglich die Hormone von Mann und Frauen wirken sich unterschiedlich darauf aus. Im tiefer liegenden Gewebebereich der Haut befinden sich die so genannten Kollagenfasern. Diese sind bei Männern kreuz und quer miteinander vernetzt. Dadurch ist die Haut des Mannes fester als die der Frauen. Für die Auswahl von Pflegeprodukten für die eigene Haut ist es deshalb nur sinnvoll, den eigenen Hautzustand zu erkennen. Fettige und ölige Haut braucht Produkte, die dagegen helfen. Trockene Haut braucht Feuchtigkeit. Gegen Falten helfen Antifaltenwirkstoffe. So einfach kann die Auswahl sein. Fast alle Kosmetikprodukte sind also für Männer genauso geeignet (oder auch ungeeignet) wie für die Haut von Frauen. Dass sie geschlechtsspezifisch beworben werden, liegt lediglich daran, einen größeren Käuferkreis zu erreichen.
Vorsatz Nr. 3 für die Gesundheit
»Ich glaube ab sofort nicht mehr jeden Unsinn.« Auch wenn es in Anzeigen und Werbungen so wunderbar und einfach klingt – Solarien helfen nicht gegen Depressionen und depressive Verstimmungen. Das UV-Licht in Solarien dient ausschließlich der Bräunung (und Schädigung) der Haut. Die Helligkeit innerhalb eines Solariums kann nicht die Ausschüttung des Gewebshormon und Neurotransmitter Serotonin hervorrufen und damit depressiven Verstimmungen entgegen wirken. Antidepressiv wirksames Serotonin wird im Körper nur durch die so genannte optische Strahlung, also das für uns normale, sichtbare Licht ausgeschüttet. UV-Licht in Solarien liefert diese Lichtstärken nicht. »Echte« Sonnenbäder und auch speziell dafür konzipierte Tageslicht-Vollspektrum Lampen mit hoher Luxzahl (10.000) helfen jedoch wirklich durch ihre Lichtstärke gegen depressive Stimmungen. Besuche im Solarium hingegen verbessern nur die Stimmung und den Umfang des Geldbeutels der Betreiber von Solarien. (nb)
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31.12.2009  Drei gute Vorsätze für 2010
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