Haarige Angelegenheit
Nur äußerst selten gehen wir an einem Spiegel vorbei, ohne Sitz und Look unserer Frisur zu überprüfen. Auch wenn wir es gern anders hätten, unterliegt unser Kopfhaar biologischen Regeln wie dem Wachstumszyklus. Im Monat legen wir etwa 1 cm an Länge zu. Die Lebensdauer variiert zwischen 2 – 6 Jahre. Nach der Wachstumsphase ruht das Haar 2 – 6 Monate, fällt aus und ein neues beginnt zu wachsen. Die Menge ist abhängig von Dicke und Farbe. Rote Haare sind am dicksten, weswegen man rund 90.000 davon hat. Blonde dagegen sind am dünnsten, hiervon verteilen sich ca. 150.00 Stück.
Haarprobleme:
Vielfach treten aus diversen Gründen (Ernährung, häufiges Waschen, Vitaminmangel) Haarprobleme auf, denen man aber zumeist entgegen treten kann. Die Schlimmsten:
- Haarausfall
Auch viele junge Männer sind hiervon betroffen. Beginn ist meist im Bereich von Stirn und Scheitel (Geheimratsecken). Hauptgrund sind Hormone, der Haarausfall ist meist erblich. Man kann dem entgegen wirken, indem man nur mildes Shampoo benutzt und auf heftiges Rubbeln und zu heißes Wasser verzichtet. Eine ausgewogene Ernährung kann sich positiv auswirken.
- Schuppen
Die Ursache hierfür sind überzählige oder verklebte Zellen, die sich beim Erneuerungsprozess der Kopfhaut abstoßen. Besonders in der kalten Jahreszeit sind der permanente Wechsel zwischen warmer, trockener Heizungsluft und kalten Außentemperaturen purer Stress für die Kopfhaut.
- Haarspliss
Tritt vor allem bei langem Haar auf, da die Spitzen austrocknen und sich spalten können. Reibung auf Kleidung oder Kämmen mit spitzen Kunststoffkämmen zerstören zusätzlich. Neben Shampoo und Spülung sind hier besonders Haarbalsam und Kuren Retter, die die Haarstruktur und Kämmbarkeit verbessern. Gern auch breitzackige Kämme mit abgerundeten Borsten/Zacken verwenden. Shampoo mit Wasser leicht verdünnen, Fön nicht zu heiß verwenden.
- fettiges Haar
Wird wie bei der Haut auf eine Überproduktion auf die Talgdrüsen zurückgeführt. Stress und Stoffwechselstörung fördern diesen Effekt. Wichtig hierbei ist nicht die Häufigkeit beim Waschen, sondern die Wahl der Pflegemittel. Das Haar auf jeden Fall immer sehr gut ausspülen. Manche schwören auf die Verwendung mehrerer Shampoos nebeneinander, damit sich die einzelnen Zusatzstoffe nicht anreichern.
Dauerhafte Haarentfernung
Die innovativste Methode zur dauerhaften Haarentfernung stellt die hocheffektive IPLTechnologie dar. Die IPL2-Technologie (zweite Generation) oder Intense Pulsed Light genannt, nutzt zur Erzeugung der benötigten Wellenlängenspektren hochenergetisches Xenon (breitbandig, alle Wellenlängen). Dieses System bewies in klinischen Studien und Langzeittests im Vergleich zu anderen IPL- und Lasersystemen herausragende Erfolge in der dauerhaften Haarentfernung.
Vor der Behandlung wird ein Gel auf die zu behandelnde Hautregion aufgetragen. Die IPL2-Technologie erzeugt kurze Lichtimpulse mit einer auf den jeweiligen Haut- und Haartyp abgestimmten Wellenlängenbereich (540-, 570-, oder 650-950nm), die vom zuvor abrasierten Haaransatz aufgenommen werden. Diese Energie wird über den Haaransatz zu den Haarwurzeln transportiert, wo es aufgrund einer thermischen Reaktion zu einer Denaturierung und Verödung der Nährstoffzellen der Haarwurzel kommt. Die vorher rasierten Haare befinden sich immer noch in der Haut. Diese werden je nach behandelter Körperregion allerdings nach etwas 5-21 Tagen abgestoßen. Eine so behandelte Haarwurzel ist nicht mehr in der Lage, neue Haare zu produzieren.
Um eine dauerhafte Haarentfernung zu gewährleisten, sollte man mit ca. 6-8 Sitzungen im Abstand von etwa 4-8 Wochen rechnen. Die Wiederholung der Behandlung ist notwendig, da nur die Haare, die sich im Wachstum befinden (Anagenphase), dauerhaft entfernt werden können. Nur diese Haare haben eine Verbindung zur Haarpapille, dem Bereich, der während der Behandlung durch Denaturierung zerstört wird, um ein Wiederwachsen der Haare zu verhindern.
Die zu behandelnde Hautfläche sollte einen Tag vor der Behandlung rasiert werden. Drei bis vier Wochen vor der Behandlung darf die Behandlungsfläche keiner intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Dies gilt entsprechend auch für die Zeit nach der Behandlung. (nb)
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07.01.2010  Haarige Angelegenheit
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