Der wegen schwuler Eskapaden gefeuerte US-Prediger Ted Haggard, der früher Anführer von 30 Millionen "wiedergeborenen Christen" war, gibt nicht auf. "Herr Haggard muss eine Kirche anführen", sagte er bei einem Gottesdienst in Colorado Springs. Er verglich sich dabei mit einem der erfolgreichsten Sportler der Welt, der ebenfalls tief gefallen war: "Tiger Woods muss schließlich auch Golf spielen."
Haggard sagte dazu, dass er seine Taten "überbereut" habe und daher als charismatischer Kirchenführer wieder zur Verfügung stehe. Haggard galt bis vor vier Jahren als einer der aufstrebensten evangelikalen Stars, der in Mega-Gottesdiensten geschickt den christlichen Glauben mit einer konservativen politischen Botschaft verband. Im November 2006 erklärte aber ein Callboy, dass Haggard sein Kunde sei und er mit dem Kirchenfürsten auch Drogen konsumiert habe. Der Pfarrer wurde daraufhin von seiner eigenen Kirche verstoßen, erklärte aber nach dreiwöchiger psychologischer Behandlung, dass er von seinen schwulen Gefühlen geheilt sei.
Da seine Ex-Kirche nichts mehr mit Haggard zu tun haben will, gründet er derzeit seine eigene christliche Glaubensgemeinschaft. Gegenwärtig hält er die Gottesdienste noch in seiner eigenen Wohnung ab. An seiner Ablehnung von Homosexualität halte er fest, meinte der Prediger. Mit seiner Frau Gayle führe er nun wieder eine ganz normale heterosexuelle Ehe.
(mg)