Knigge für Schwule — Teil 08 Sehr geehrte Frau Dingenskrichen
Im letzten Teil unserer wundervollen Serie widmen wir uns schlussendlich dem Thema »Anrede in Schriftform«. Ob in einem Brief, einer E-Mail oder einem Wurfblatt an alle Nachbarn der anstehenden Gerburtstagsparty wegen — ein paar Höflichkeitsformeln sollten beachtet werden. Grundsätzlich werden Frauen zuerst begrüßt, also: »Liebe Frau ..., lieber Herr ...« oder »Sehr geehrte Damen und Herren«. Logisch. Wie verhält es sich aber, wenn der angeschriebene Herr in der Hierarchie über der Frau steht. Müsste er dann nicht zuerst angesprochen werden? Nein, muss er nicht, er kann aber. Das ist Geschmacksfrage und hängt auch ein wenig vom Alter ab. Wenn der Herr die 50 passiert hat, wird er es zu schätzen wissen, wenn man trotzdem die Frau vor ihm anspricht. Bei jungen, dynamischen Herren jedoch, sollte man die Hierarchie besser befolgen, um keinen Faux pas zu begehen. Steht man selbst in der Hierarchie über der angeschrieben Person, ist grundsätzlich die Höflichkeitsformel »Sehr geehrte(r)« zu verwenden, auch bei gleichem Alter. Das Du darf nur verwendet werden, wenn man sich eh schon duzt und es sich nicht um ein offizielles Schreiben handelt. Die Anrede »Lieber Herr sowieso« oder »Liebe Frau sowieso« darf man für Personen verwenden, die man zwar siezt, sich aber dennoch prima versteht — Schwiegereltern, Vermieter, Nachbarn. Serie Ende. (ws)
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07.02.2010  Knigge für Schwule — Teil 08 Sehr geehrte Frau Dingenskrichen
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