Der britische Modedesigner Alexander McQueen ist tot. Nach bisherigen Berichten hat sich der 40-Jährige vermutlich am Donnerstagvormittag in seiner Londoner Wohnung erhängt. In der vergangenen Woche war McQueens Mutter gestorben, doch bereits seit dem Tod seiner besten Freundin Isabella Blow vor drei Jahren soll McQueen schwer depressiv gewesen sein.
Ein Mitarbeiter seines Londoner Büros bestätigte am Donnerstagnachmittag den Tod des Modedesigners. "Es ist ein tragischer Verlust. Aus Respekt vor seiner Familie möchten wir zu diesem Zeitpunkt keinen Kommentar abgeben", sagte der Mitarbeiter.
Der Freitod von Alexander McQueen kommt kurz nach dem Tod seiner Mutter Joyce, die vor einer Woche gestorben war. McQueen soll aber schon seit dem Selbstmord seiner besten Freundin Isabella Blow, die ihn als jungen Designer entdeckt und gefördert hatte, schwer depressiv gewesen sein. Blow hatte sich im Mai 2007 nach mehreren Selbstmordversuchen mit einer Überdosis Unkrautvernichtungsmittel das Leben genommen. Bei der Pariser Modewoche 2008 hatte McQueen ihr seine Kollektion für Frühjahr und Sommer gewidmet.
McQueen kam 1969 als jüngstes von sechs Kindern eines Taxifahrers im Londoner East End zur Welt. Er verließ die Schule als 16-Jähriger und absolvierte im Anschluss eine Lehre beim renommierten Maßschneiderhaus Gieves & Hawkes an der Londoner Savile Row. Er wurde vier Mal zum "British Designer of the Year" gewählt und vom Council of Fashion Designers of America als "Designer des Jahres" ausgezeichnet. 2003 wurde er von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. In nur wenigen Wochen sollte Alexander McQueen bei der Pariser Modewoche seine neue Kollektion vorstellen. Auf die in einigen Tagen beginnende Londoner Fashion Week fällt mit dem Tod McQueen ein dunkler Schatten.
McQueen war bekannt für seine schrille und außergewöhnliche Mode. Viele Promis hüllten sich gerne in seine gewagten Kreationen. So trägt beispielsweise Lady GaGa in ihrem Video zu „Bad Romance“ von McQueen entworfene High Heels.