Kaum ein Modedesigner hat die Kombination von Musik und Mode so gut verstanden wie Alexander McQueen. Seine Zusammenarbeit mit Björk, die er nicht nur einkleidete (unter anderem zu bewundern auf dem Cover zu »Homogenic«), sondern die er auch auf seinen Shows singen ließ, war quasi ein Halali für die Modebranche — seitdem sind Sängerinnen auf Laufstegen absolutes Muss. Aber nicht nur Björk wurde von ihm inszeniert — ein Großteil der vielbeachteten Klamotte von Lady Gaga stammt aus McQueens Hirnwindungen. Der aus armen Verhältnissen stammende McQueen, träger des Britischen Ordens, lernte sein Handwerk in der Savile Row und am Central Saint Martins College of Art and Design in London, wo er 1992 einen Master of Arts erhielt. Es folgte eine Assistenzzeit bei Romeo Gigli in Mailand, bevor der damals gerade mal 24-jährige seine erste eigene Modelinie »alexandermcqueen« lancierte und im Jahr darauf bereits den Britsh Designer Of The Year-Award gewann. Es folgte eine Karriere wie im Bilderbuch: Er machte aus Givenchy ein Modehaus von Weltruhm, seine eigene Linie ging an Gucci und wurde nicht weniger erfolgreich. Am 11. Februar wurde der mit dem britischen Dokumentarfilmer Geroge Forsyth verheiratete Alexander McQueen tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Modewelt trauert. (ws)