Gerade schwule Männer sollten nicht zögern, zum Arzt zu gehen, wenn sie eine Veränderung an ihrem Körper bemerken. Anders als bei einer Erkältung oder Kopfschmerzen verschwinden bei manchen sexuell übertragbaren Krankheiten die Symptome nach einiger Zeit von allein, können jedoch Jahre später, wie die Syphilis, zu schweren körperlichen Schäden führen.
Die wiederkehrende Untersuchung durch den Hausarzt ist ein weiteres wichtiges Element der Prophylaxe. Männer ab dem 35. Lebensjahr haben die Möglichkeit, sich alle zwei Jahre einem von der Krankenkasse finanzierten allgemeinen Gesundheitscheck zu unterziehen. Die Untersuchung von Penis und Hodensack gehört zum Check-up dazu.
Männer ab dem 45. Lebensjahr sollten auf jeden Fall einmal im Jahr den Arzt checken und auch die Krebsfrüherkennung durchführen lassen. Neben den äußeren Geschlechtsorganen werden auch Prostata, Darm und die Haut gründlich überprüft. Je früher Krankheiten erkannt werden, desto besser können sie behandelt werden.
Wer seinen eigenen Hausarzt hat, der einen seit Jahren kennt, der ist im Vorteil. Ein vertrauensvoller Kontakt ist gerade bei der Gesundheit wichtig. Und ein Allgemeinmediziner kann einschätzen, ob man mit dem gesundheitlichen Problem nun besser bei ihm aufgehoben, oder ob ein Gang zum Spezialisten wie dem Hautarzt oder dem Urologen angebracht ist.
In den größeren Städten haben sich oft Mediziner niedergelassen, die offen schwul sind. Mit ihnen mag es mitunter einfacher sein, offen über Analverkehr, Fisten oder sonstige Sexpraktiken zwischen Männern zu sprechen. Die regionalen Aids-Hilfen kennen in der Regel Adressen von Ärzten, die aufgeschlossen sind. (mg)