Zum CSD in Paris hat die staatliche Gesundheitsorganisation Crips Ile-de-France eine Kampagne gestartet, um Ängste vor Menschen mit HIV und Aids zu bekämpfen.
Auf den Motiven der "Campagne Sérophobie 2012" sind zwei schwule Männer zu sehen, darunter die Botschaft: "Er ist positiv ... Ich könnte mich in ihn verlieben" und "Er ist positiv ... auf ihn fahr ich ab". Beide Motive tragen auf der Rückseite ausführliche Hinweise unter der Überschrift “Das ist möglich, weil …“, gefolgt von zahlreichen Gründen und der Botschaft „Kondome schützen“. Auch die Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) und die Viruslast-Methode werden dabei erwähnt.
"Zu oft werden Menschen mit HIV ausschließlich im Hinblick auf ihre Infektion definiert. Allzu oft wird Betroffenen die volle Verantwortung beim Schutz zugeschoben. Das ist falsch und überholt", erklärte Crips den Vorstoß zum Pariser CSD.
Als Serophobie wird allgemein das Vermeiden einer persönlichen Auseinandersetzung mit HIV bezeichnet. Diese Ängste zu überwinden, ist aus Präventionsgründen sehr wichtig - sie richten sich nämlich nicht nur gegen Dritte, die mit dem HI-Virus leben, sondern halten viele auch selbst davon ab, sich testen zu lassen. (mg)