Puerto Rico - Verdächtiger gesteht
Ein 26-Jähriger hat den brutalen Mord an einem Schwulen gestanden. Er will den 19-jährigen für eine Prostituierte gehalten haben. Nach einem Verhör durch die Polizei hat der erst am Dienstag festgenommene John A. Martínez ein Geständnis abgelegt. Er sei am Freitag im Rotlichtbezirk von Caguas auf den jungen Studenten aufmerksam geworden, der als Frau verkleidet gewesen sein soll. Der 26-jährige Arbeitslose, ein Vater von vier Kindern, habe sein Opfer, Steven Lopez Jorge Mercado, darauf in sein Haus eingeladen. Dort habe Mercado ihm sexuelle Avancen gemacht, sagte er laut »Primera Hora« aus. Als Martínez festgestellt habe, dass Mercado ein Junge ist, sei er wütend geworden, worauf Mercado versucht haben soll, ihn mit einem Messer zu drohen, angeblich um eine Bezahlung zu erpressen. Doch er habe ihm das Messer entreißen können und dann, quasi aus Notwehr, Mercado erstochen. Später habe er die Leiche in Teile geschnitten, teilweise verbrannt und schließlich an einer Straße abgelegt. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, Martínez wegen Mordes anzuklagen. Auch solle das Gericht prüfen, ob ein Hassverbrechen vorliege. Ob die Aussagen stimmen, die zu einer Art Gay-Panic-Verteidigung führen könnten, sei noch nicht geklärt. Martínez selbst soll angegeben haben, bei einem früheren Gefängnisaufenthalt vergewaltigt worden zu sein und daher Homosexuelle zu hassen. Der Schwulenaktivist Pedro Julio Serrano sagte, nicht das Verhalten des Opfers, sondern der Täter müsse im Mittelpunkt eines Verfahrens stehen. Die Öffentlichkeit solle sich nicht von vermeintlichen Tataspekten wie Prostitution und Transsexualität davon ablenken lassen, dass ein abscheuliches Verbrechen verübt worden sei.
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08.12.2009  Verdächtiger gesteht
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