Zeugen belasten Harald Fassanelli: Der HIV-positive ehemalige Big-Brother-Teilnehmer habe andere Teilnehmer des Berliner CSDs nicht aus Notwehr gebissen, sondern sei einfach nur sturzbetrunken gewesen.
Der 43-Jährige ist am Samstag vorübergehend festgenommen worden, nachdem er laut Polizeiangaben mehrere Menschen bei einem Streit auf dem Paradewagen gebissen hatte. Gegenüber Medien hatte Harald Fassanelli erklärt, er sei von hinten angegriffen worden und habe sich lediglich gewehrt.
Diese Darstellung wird nun von mehreren Zeugen in Frage gestellt. So sagte Mike R. dem "Berliner Kurier", dass Fassanelli schon völlig betrunken den CSD-Wagen bestiegen habe: "Innerhalb von einer Stunde hat der sich dann richtig weggeschossen. Und dann hat er sich mit seinem Freund gestritten und ist richtig aggressiv geworden." Das alkoholisierte Container-Sternchen habe dann eine Schlägerei angefangen und ihn gebissen, erklärte R. Seine Freundin Sylvia R. sagte aus: "Der wollte Menschen zerstören. So was habe ich noch nie erlebt. Und er hat immer wieder zugebissen.“
Andere Zeugen bestätigen die Aussagen von Sylvia und Mike R.; so erklärte Cem B. gegenüber dem Boulevardblatt "Bild", dass den Bissen eine Eifersuchtsszene zwischen Carlos und Harald vorangegangen sei. Danach habe Harald eine "gute Freundin" von Cem B. bespuckt und die Frau eines Rockers "bepöbelt". Anschließend sei er auf den Rocker losgegangen, der sich "natürlich auch gewehrt" habe. Auch Carlos habe mit der Faust zugeschlagen. Cem B. hatte nach der Auseinandersetzung Kratzer am Oberarm sowie Hämatome und Blutungen am Kiefer.
Die Polizei ermittelt nun gegen Harald Fassanelli wegen gefährlicher Körperverletzung. Immernhin: Die HIV-Übertragungsgefahr bei einem Biss ist extrem gering, selbst wenn das Opfer blutet.
(mg)