Neuer Skandal im amerikanische Militär: Ein Feldwebel der Marineinfanterie soll in Hardcore-Pornofilmen wie "College Dudes 247", "Young Recruits" und "Active Duty" mitgespielt haben.
Sergeant Matthew S. soll dabei unter seinem Pornonamen Christian Jade aufgetreten sein. Erkannt wurde er vom militärische Polizeidienst Naval Criminal Investigative Service (NCIS), weil er in einigen Filmen seine eigene Uniform getragen haben soll.
Der Feldwebel könnte nun vor ein Militärgericht gestellt werden wegen "unanständigen Handlungen und Unzucht in einer Porno-Produktion". Laut US-Militärrecht gelten alle Handlungen als verboten, die dem Ansehen der Streitkräfte in der Öffentlichkeit schaden könnten.
Vor vier Jahren sorgte ein solches Urteil für Aufregung: In dem spektakulären Fall wurden mehrere Soldaten wegen ihrer Mitwirkung bei der schwulen Website ActiveDuty.com unehrenhaft aus dem Militär entlassen. Zwei der Beschuldigten erhielten eine Gefängnisstrafe von je drei Monaten, offiziell wegen Ehebruchs und Drogengebrauchs.
Der Servicemembers Legal Defense Network - eine Organisation, die sich für schwule und lesbische Soldaten einsetzt - erklärte wiederholt, dass es die Militärgesetzgebung gegen Pornografie nicht verurteile. Allerdings müsste sichergestellt werden, dass Soldaten, die in heterosexuellen Pornos mitwirken, die gleiche Strafe erhielten wie Soldaten in Gay-Streifen.
In dem neuen Fall nennt das Militär offiziell nicht die "Don´t ask, don´t tell"-Regelung als Grund der Ermittlungen. Das Gesetz aus dem Jahr 1994 besagt, dass Schwule und Lesben nur ungeoutet im Militär dienen dürfen - sobald die Homosexualität eines Soldaten bekannt wird, kann er aus dem Dienst entlassen werden. (mg)