Der Mörder des ugandischen Gay-Aktivisten David Kato muss für dreißig Jahre hinter Gitter. Dies entschied am Donnerstag das zuständige Strafgericht. Der 22 Jahre alte Sidney Nsubuga hatte die Tat bereits Ende Januar gestanden.
Der grausame Mord hatte vor allem in westlichen Ländern für Empörung gesorgt, weil Uganda seit Jahren über die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle diskutiert.
Vertreter der EU und der USA warfen der Regierung des afrikanischen Staates vor, mit ihrer homophoben Politik eine Mitschuld am Tod des prominentesten nationalen Aktivisten zu tragen.
Im Verfahren stellte die Staatsanwaltschaft das Verbrechen an Kato allerdings als Beziehungstat dar. Anklägerin Loe Karungi machte dabei den Aktiviusten für seine Tötung sogar mitverantwortlich, weil er den Angeklagten angeblich zu Sex gezwungen hatte: "Nsubuga hat für Kizza [einen Bekannten] und den Verstorbenen das Mitagessen vorbereitet.
Danach hat der Verstorbene die Haustür abgeschlossen und Nsubuga darüber informiert, dass es Zeit für sexuelle Handlungen ist", so die Staatsanwälktin. Nsubuga habe daraufhin einen Hammer geholt und Kato brutal erschlagen. (mg)