Die katholische Erzdiözese Boston hat sich für einen Beitrag in der offiziellen Kirchenzeitung „Boston Pilot“ entschuldigt, in dem Homosexualität als Erfindung des Teufels bezeichnet wurde. Kirchensprecher Daniel Avila hatte geschrieben, dass der Teufel Menschen homosexuell mache, um „Seelen zu ruinieren“.
Nun hat die Kirchenleitung den Artikel nun nach heftiger Kritik zurückgezogen und sich dafür entschuldigt, dass man „nicht den theologischen Fehler vor der Veröffentlichung“ entdeckt habe. Auf der Homepage des Blattes entschuldigte sich auch der Autor selbst für die „Schmerzen und die Verwirrung“, die sein Artikel ausgelöst habe. Er repräsentiere nicht die Meinung der US-Bischofskonferenz, stellte er klar. Er erklärte weiter, dass „alle Personen nach dem Bild Gottes“ geschaffen worden seien und dass er „jegliche ungerechtfertigte Diskriminierung“ ablehne.
Einen Seitenhieb konnt sich Avila allerdings nicht verkneifen: In seiner Entschuldigung schrieb er auch, dass Homosexuelle das Ehe-Recht unbedingt vorenthalten werden sollte, weil sonst die „Heiligkeit der Ehe als dauerhafte (...) Verbindung von einem Mann und einer Frau“ beschädigt werde. (mg)