Sheriff sitzt nach Stricher-Skandal in seinem eigenen Gefängnis
Ironie des Schicksals: Patrick Sullivan, ein mehrfach ausgezeichneter Ex-Sheriff aus den USA, sitzt derzeit in Untersuchungshaft in einem Gefängnis, das nach ihm selbst benannt wurde.
In der "Patrick J. Sullivan Jr. Detention Facility" muss er bleiben, wenn er nicht die am Dienstagabend von einem Richter auf 500.000 US-Dollar festgelegte Kaution aufbringen kann.
Hinter Gittern gelandet ist Sullivan, weil er angeblich mit der Droge Crystal einen Stricher bezahlen wollte. Polizeibeamte beobachteten den 68-jährigen am Dienstag, als er in der Stadt Aurora einem jungen Abhängigen Methamphetamin. Als Gegenleistung soll der Ex-Sheriff sexuelle Dienstleistungen gefordert haben.
Die Polizisten staunten nicht schlecht bei der Festnahme der prominenten Verdächtigen: Sullivan war von 1984 bis 2002 ein hoch geachteter Sheriff in der Region. Besonders eine hollywoodwürdige Aktion im Jahre 1989 machte ihn populär: Damals befreite er zwei Polizeibeamte und einen Jungen aus der Gewalt eines bewaffneten Gewalttäters. Ein Jahr vor seinem Ausscheiden wurde er daher von einer nationalen Polizeigewerkschaft zum "Sheriff of the Year" gewählt. (mg)
06.12.2011
Sheriff sitzt nach Stricher-Skandal in seinem eigenen Gefängnis