Eine heterosexuelle Frau hat den Autovermieter Avis auf Schadensersatz verklagt, weil dieser Mitgliedern homosexueller Organisationen Vergünstigungen gewährt. Die empörte Klägerin Lynn Evenchik lieh sich am Airport von San Diego einen Avis-Wagen für eine Woche aus und musste dafür mehr als 300 US-Dollar bezahlen.
Erst später erfuhr sie, dass der Vermieter Mitgliedern der International Gay and Lesbian Travel Association (IGLTA) und der National Gay and Lesbian Chamber of Commerce (NGLCC) bis zu 20 Prozent Nachlass gewährt. Damit verstoße Avis gegen das kalifornische Antidiskriminierungsgesetz, erklärte der Anwalt Evenchiks gegenüber Journalisten: „Die Klägerin ist nicht homosexuell, deswegen hat sie keinen Zugang zu dem Rabatt.“
Beobachter gehen allerdings da von aus, dass die Klage abgewiesen wird, da eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung nicht vorliege. Schließlich könne auch Evenchik Mitglied einer der beiden Homo-Organisationen werden. „Jeder kann diesen Organisationen beitreten“, bestätigte Tom Luhnow von der Greater San Diego Business Association. (mg)