Da kam er noch mal recht milde davon: Weil er einen St.-Pauli-Fan als „schwule Sau“ bezeichnet hatte, wurde Peter Pacult, Trainer des Regionalligisten RasenBallsport Leipzig, vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt.
Die Entscheidung traf das Sportgericht Ende Juni im Einzelrichter-Verfahren. Der Kontrollausschuss des Fußballverbands hatte Pacult zuvor „wegen eines unsportlichen Verhaltens“ angeklagt. Die Beleidigung hatte für ein großes Presseecho gesorgt.
Der eigentliche Vorfall liegt bereits mehrere Wochen zurück: Bei einem Meisterschaftsspiel der Regionalliga Nord am 8. April in Hamburg hatte RasenBallsport Leipzig mit 2:1 gegen die zweite Mannschaft des FC St. Pauli gewonnen. Dem „Schwule Sau“-Ruf sollen hämische Zwischenrufe der Hamburger Fans vorausgegangen sein. Pacult selbst hatte sich am nächsten Tag mit der aufgeheizten Stimmung entschuldigt. „Es haben während des gesamten Spiels Anfeindungen und Provokationen stattgefunden. In der hektischen Endphase der Partie sind allerdings auf beiden Seiten Dinge gesagt und getan worden, die nicht korrekt waren.“
Pacult war früher österreichischer Nationalspieler. Als Trainer schloss er mit RasenBallsport Leipzig einen Zwei-Jahres-Vertrag ab, der noch bis Mitte
2013 läuft. (mg)