Heterosexueller Rugbyspieler boykottiert aus Solidarität die Ehe
Auch Heterosexuelle finden das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben diskriminierend. Der australische Rubgy-Spieler David Pocock ist darüber so empört, dass er selbst die Ehe boykottiert: Seine Freundin Emma wolle er erst dann heiraten, wenn auch gleichgeschlechtliche Paare vor ein Standesamt in Down Under treten dürfen.
„Es geht in dieser Debatte um Menschen. Warum können wir jemanden vorwerfen, dass er so ist, wie er ist? Menschen suchen sich ihre Sexualität nicht aus und wir drängen die LGBTI-Community an den Rand, weil die Menschen sind, wie sie sind“, sagte der 24 Jahre alte Sportler in einer Talkshow. „Wir müssen uns dieser Debatte stellen und am Ende etwas Vernünftiges beschließen. Meiner Meinung nach ist das die Ehe für jedermann. Wir haben uns auf so vielen Themenfeldern weiterentwickelt und dieses Thema kommt als nächstes dran.“
In Australien kämpfen Politiker der Grünen und der regierenden Labor-Partei derzeit für eine Ehe-Öffnung, allerdings lehnt die Labor-Premierministerin Julia Gillard die Gleichstellung ebenso ab wie die konservative Opposition. (mg)