Wer nach wie vor behauptet, dass Männer nicht gern einkaufen, sollte sich mal nach den Gründen erkundigen. Jeder Besuch der innerstädtischen Einkaufstempel erzeugt bei Männern Frusterlebnisse. Denn wenn man das Angebot vergleicht zwischen den Damen- und den Herrenabteilungen, macht sich in so manchen Shop Ärger breit. Über das Erdgeschoss taucht man sofort ein in 450 Quadratmeter Schicki-Micki-Glitter-Gefummel für Frauen. Dem stehen für Männer nur über die Rolltreppe zu erreichende 50 Quadratmeter bereit, mit farblosem Anzug-Null-Achtfuffzehn Gehänge und Cellophanverpackten Oberhemden. Unerfreulich ist die magere Auswahl, die Langeweile und Fantasielosigkeit. Und ärgerlich ist es, dass Frauen mit dieser Vielfalt ihrem Shoppingvergnügen nachgehen können. Männern hingegen wird nichts geboten. Zumindest in Deutschland. Denn in Frankreich und Spanien kann man sehen, dass das auch anders geht. Deutsche Männer kaufen nicht gern ein. Logisch, denn was nicht da ist, kann Mann auch nicht kaufen. (nb)