Wer fürs Einkommen im Alter vorsorgt, der darf diese Vorsorge nicht mit der Bildung verfüg- und vererbbaren Eigentums verwechseln. Daher sind z. B . Edelmetalle keine gute Form der Altersvorsorge. Da die Preisentwicklung stark schwankend ist, weiß heute niemand, ob er in 20 oder 30 Jahren sein jetzt teuer gekauftes Gold wenigstens zum gleichen Preis wieder verkaufen kann. Es gibt aber auch Argumente, die für das Edelmetall sprechen. Es gab immer wieder Zeiten, da konnte man sich für Papiergeld nichts kaufen, für Gold hingegen schon. Allen Aufund Abschwüngen der Wirtschaft über Generationen zum Trotz hat Gold an Wert nicht eingebüßt. Freilich schwankte der Preis heftig, im Mittel blieb er jedoch nahezu konstant, wie langfristige Betrachtungen zeigen. Doch Durchschnittswerte nutzen einem bei der Vorsorgeplanung wenig. Es muss sichergestellt sein, dass mit Rentenbeginn ausreichend Kapital zur Verfügung steht. Die Verzinsung von Geldanlagen ist diesbezüglich wesentlich besser planbar als der Preis für ein Edelmetall. Von daher sollte Gold allenfalls als Beimischung für einen finanziell abgesicherten Lebensabend eine Rolle spielen. (mr)