Simbabwes Präsident hetzt erneut gegen Gays
Neue Ausfällen von Robert Mugabe: Der Präsident Simbabwes, der Homosexuelle früher schon einmal als "schlimmer als Schweine und Hunde" bezeichnet hat, nutzte eine apostelische Messe, um erneute seinen Standpunkt zu Homosexualität loszuwerden.
Wir sagen ´Nein´ zu Gay Rights. Wir werden denen, die Rechte in der neuen Verfassung fordern, nicht zuhören", sagte Mugabe. Der Präsident kritisierte die anglikanische Kirche wegen ihrer Homo-Segnungen: entsprechenden Priestern warf er "ein hundeartiges Verhalten" vor. Im März hatte Mugabe Homosexualität als "Irrsinn" bezeichnet, die vom Westen importiert worden sei.
Vor kurzem hatte Mugabe sogar gefordert, ein Verbot von Homosexualität in die Verfassung zu schreiben. Die neue Verfassung ist Teil der Absprachen mit Morgan Tsvangirai, die der Oppositionspolitiker und Gegenkandidat Mugabe als Gegenleistung für seine Beteiligung an der Einheitsregierung abringen konnte. Auch Tsvangirai hat sich mehrfach gegen eine Aufnahme von Homo-Rechten in die Verfassung ausgesprochen. In dem Gottesdienst erwähnte Mugabe übrigens, dass die Verfassung weiterhin Polygamie erlauben würde. Homosexuelle Handlungen sind in Simbabwe bereits jetzt per Gesetz verboten und werden gelegentlich verfolgt; nach einer Gesetzesverschärfung gelten bereits öffentliches Händchenhalten oder Umarmen zwischen zwei Männern als "Sodomie".
(mg)
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22.07.2010  Simbabwes Präsident hetzt erneut gegen Gays
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