Der Leiter der iranischen „Menschenrechtskommission“ hat westlichen Staaten vorgeworfen, dem islamischen Gottesstaat ihre Sicht auf Homosexualität aufdrängen zu wollen. „Der Westen sagt, dass die Ehe von Homosexuellen laut Menschenrechtscharta frei und erlaubt sein soll. Wir aber sehen darin Sittenlosigkeit und sexuelle Krankheit“, erklärte Mohammad-Dschawad Laridschani bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Tom Koenigs.
Bei dem Gespräch in der iranischen Hauptstadt Teheran meinte Laridschani ferner: „Wieso sollen wir eine Krankheit als neues Lebensmodell anerkennen, statt unsere Kriterien bezüglich Homosexualität beizubehalten und dementsprechend zu handeln?“
Iran gilt als als einer der homophobsten Staaten der Welt. Gleichgeschlechtliche Kontakte werden mit dem Tod bestraft. (mg)