Ein ugandischer Regierungsausschuss hat die geplante Todesstrafe für »schwere Homosexualität « aus dem »Antihomosexualitätsgesetz 2009« entfernt. Wie Ethikminister James Nsabo Buturo erklärte, wird die Todesstrafe aus dem Entwurf entfernt, da religiöse Anführer diese harte Maßnahme ablehnten. Auch die geplante lebenslange Haftstrafe für Schwule sei vom Tisch. Derzeit bestraft Uganda Homosexualität »lediglich« mit 14 Jahren Haft. Buturo erklärte weiter, dass »Homosexualität und Lesbentum abstoßend für die ugandische Kultur« seien und daher weiter bestraft werden müssten. Der Staat würde aber »fehlgeleiteten Menschen helfen, eine akzeptable sexuelle Orientierung durch psychologische Beratung« zu erlangen. Das »Antihomosexualitätsgesetz 2009« war im Oktober vom Abgeordneten David Bahati eingereicht worden (SCHWULISSIMO berichtete). Es sah die Todesstrafe für sexuell aktive HIV-positive Schwule vor sowie für Männer, die gleichgeschlechtlichen Sex mit Behinderten oder Jugendlichen haben. Alle anderen sollten eine lebenslange Haftstrafe erhalten. Das Vorhaben führte zu Protesten von internationalen Menschenrechtsorganisationen und Vertretern aus der Politik. So kritisierten etwa der britische Premierminister Gordon Brown und der deutsche Bundestagsabgeordnete Volker Beck Uganda scharf. Das Land gilt als eines der homofeindlichsten der Welt.