Die malawische Regierung hat Homo-Aktivisten aufgefordert, öffentlich zu protestieren - gleichzeitig wurde ihnen mit Verhaftung gedroht. Anlass für die Stellungnahme des Regierungssprechers Kingsley Namakhwa war das Auftauchen von Aufklebern in großen Städten des Landes, in denen die Gleichstellung von Homosexuellen gefordert wird. Malawi war zuvor international in die Kritik geraten, nachdem zwei Männer wegen Homosexualität verhaftet worden sind (schwulissimo berichtete). Namakhwa forderte die Urheber der Kampagne nach Angaben der BBC auf, »in die Öffentlichkeit zu treten«. Er drohte ihnen daraufhin aber Gefängnisstrafen an, da auch die Werbung für Homosexualität illegal sei. Er glaube aber nicht, dass der Einfluss von Schwulen und Lesben gegenwärtig groß sei: »Für die malawische Regierung gibt es derzeit nur zwei Schwule im Land«, so Namakhwa mit Blick auf das verhaftete Paar. Die Beiden sitzen seit zwei Monaten in Untersuchungshaft, da alle Kautionsanträge abgelehnt wurden. Ihr Prozess soll in Kürze beginnen. Für ihre angenommene sexuelle Orientierung droht den beiden Männern 14 Jahre Haft.