Heftige Kritik an der Brauerei Beck´s und der Deutsche Bahn AG: Beide Unternehmen sponsern ein Festival, bei dem der homophobe Hass-Sänger Sizzla auftritt.
Der jamaikanische Sänger, der in mehreren Liedern zur Ermordung von Schwulen aufruft, soll am 29. August bei Chiemsee Reggae Summer in Oberbayern auftreten. Die Hauptsponsoren des Festivals sind Beck´s und die Bahn.
Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) kritisierte beide Unternehmen. Die Firmen sollten Druck auf die Veranstalter auszuüben, um Hass-Sängern kein Forum zu bieten: "Es kann nicht angehen, dass auf hiesigen Bühnen Interpreten auftreten und Geld verdienen, die in ihren Herkunftsländern für Mord und Totschlag geistig mitverantwortlich sind", sagte LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz. "Von Dancehall-Bühnen herab hetzen Interpreten wie Sizzla mit ihren Hatesongs die Menge auf und sorgen für eine regelrechte Schwulenhatz, der immer wieder (vermeintlich) schwule Männer zum Opfer fallen".
Sizzla hat erst vor einem halben Jahr bekräftigt, weiter Hass gegen Homosexuelle predigen zu wollen. Leute müssten die "Wahrheit" hören, erklärte er in einem Interview.. Die "Wahrheit" sieht laut einem Sizzla-Song so aus: "Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieße Schwule mit einer Waffe".
(mg)