Auch Schwule und Lesben sollten gegen die rechtspopulistische Vereinigung "Pro Deutschland" demonstrieren, fordert der Berliner Lesben- und Schwulenverband (LSVD): Die so genannte Bürgerbewegung"hält am 17. Juli ihren ihren Bundesparteitag im Rathaus Schöneberg ab. Zum Protest Demo gegen „Pro Deutschland“ hat ein Bündnis aus mehreren Gruppen, darunter auch die Sozialdemokraten, aufgerufen. Sie beginnt um 12 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg.
"Pro Deutschland" wurde 2005 von Mitgliedern der "Bürgerbewegung pro Köln" gegründet, die in der Domstadt lautstark gegen den Bau einer Moschee eintrat. In ihr vereinigen sich auch ehemalige Mitglieder der NPD und der Republikaner. Zum Programm der Aktivisten gehört, Schwulen und Lesben jegliche Rechte abzusprechen. So wird der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf der Website der Vereinigung allein wegen seiner Homosexualität angegriffen: "Er gehört genau aus dem Roten Rathaus verbannt, wie die Schwulenparaden aus der Stadt", heißt es unter der Überschrift "Sauberes Berlin".
"Pro Deutschland bewegt sich mit seinen gesellschaftlichen Vorstellungen außerhalb des in einer Demokratie erstrebenswerten Meinungsspektrums", sagte Jörg Steinert, der Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg. "Homophobie ist in Schöneberg nicht willkommen! Auch für Ausländerhass, versteckt unter dem Deckmantel der Islamkritik, gibt es die rote Karte in unserer Stadt!".
(mg)