Der ehemalige Oligarch German Sterligow hat in einem Interview erklärt, dass man Schwule und Lesben töten sollte.
Sterligow, der nach dem Fall des Sowjetreiches als einer der ersten Geschäftsmänner des Landes ein Vermögen machte, wurde in der Radio-Sendung "Kulturschock" gefragt, was er "nicht nur mit Atheisten, sondern auch mit Schwulen und Lesben" zu tun gedenke. Der 43-Jährige antwortete: "Wie es bei Apostel Paulus geschrieben steht: Das Blut sei auf ihnen". Dieser Bibelsatz betreffe auch heutige Homosexuelle, sagte der überzeugte Christ. Daraufhin fragte ein Gast der Radiosendung verwundert: "Heißt das, sie zu töten?" Sterligow: "Ja, klar".
Vor diesem Wortwechsel hatte Sterligow erklärt, dass er Homosexuelle nie einen Job anbieten würde: "Wenn es je ein Gesetz geben würde, dass mich dazu zwingt, Homosexuelle einzustellen, würde ich es missachten." Für ihn würden nur "die Gesetze Gottes" gelten, die über den "Gesetzen der Menschen" stehe: "Wenn sie übereinstimmen, achte ich [die Gesetze der Menschen]. Wenn nicht, spucke ich auf sie."
Sterligow ist ein Anhänger der russisch-orthodoxen Kirche und in Russland für seine kompromisslosen Ansichten bekannt. Anfang der 1990er zu Reichtum gekommen, gab er vor fünf Jahren sein gewohntes Leben auf, um in ein Dorf zu ziehen und als Kleinbauer zu seinen Unterhalt zu bestreiten. Er fordert die russische Gesellschaft auf, dem Gewinnstreben abzuschwören und eine nationalistische Agrargesellschaft auf Grundlage der Bibel zu errichten. (mg)