Schwulen-Ehe für Mexikos Kirche schlimmer als Drogenhandel
Aufregung in Mexiko: Ein Sprecher der katholischen Kirche hat allen Ernstes gemeint, die Homo-Ehe sei schlimmer als der Drogenhandel in dem südamerikanischen Land.
Hugo Valdemar meinte, dass er die Öffnung der Ehe in Mexiko-Stadt als Angriff auf die katholische Kirche verstehe Die Stadtregierung habe „Gesetze geschaffen, die sich vernichtend auf die Familie auswirken. Diese Gesetze richten schlimmeren Schaden an als der Drogenhandel". Im Krieg zwischen Drogenkartellen und der Regierung werden in Mexiko täglich mehr als 20 Menschen getötet. In den letzten sechs Jahren hat er mindestens 28.000 Menschen das Leben gekostet.
In seiner Kritik an der Homo-Ehe stellte Valdemar besonders das volle Adoptionsrecht für Gay-Paare heraus, das zuletzt vom obersten Gerichtshof als verfassungsgemäß erklärt worden war. Diese Entscheidung bezeichnete er als "Gräueltat", die zu "psychologischen Schwierigkeiten" bei den Kinder führen könne: "Ich kenne niemanden, der von einem Lesben- oder Schwulenpaar adoptiert werden möchte", sagte der Katholiken-Sprecher. (mg)
19.08.2010
Schwulen-Ehe für Mexikos Kirche schlimmer als Drogenhandel