Der Marineinfanterie-Kommandant James Conway hat bei einer Pressekonferenz im Pentagon seinen Schwulenhass zum Besten gegeben. "Ich kann Ihnen sagen, dass die überwiegende Mehrheit nicht im selben Raum sein wollen mit einer Person, die offen homosexuell ist", sagte Conway.
Weil das "einigen nichts ausmacht", sei auch eine freiwillige Regelung denkbar, so der General. Conway gehört als Militär-Chef der Marineinfanterie dem US-Generalstab an. Er war 2003 an der Invasion im Irak beteiligt und wurde 2006 vom damaligen Präsidenten George W. Bush zum Kommandanten ernannt.
Conway erklärte, dass seine Einheiten natürlich auch Homosexuelle aufnehmen würden, wenn die Regierung die "Don´t ask, don´t tell"-Regelung aufhebt. Sie besagt, dass Schwule und Lesben nur dienen dürfen, wenn sie ihre Homosexualität geheim halten.
Man solle aber auf die Religiösität von Soldaten achten, sagte Conway. "Manche werden sagen, dass Homosexualität falsch ist und sie einfach nicht in einem Raum mit einer Person dieser Überzeugung sein wollen, weil das ihrem religiösen Glauben widerspricht." Bei der Eliteeinheit der Marineinfanterie entscheiden die Vorgesetzten, welche Soldaten sich in der Kaserne oder im Einsatz ein Zimmer teilen.
(mg)