Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat sich nach der zahlreichen Kritik der letzten Monate mit Homo-Aktivisten getroffen.
Vertreter aus ganz NRW trafen den Bischof in seinem Amtssitz. Anlass war seine Äußerung in der ARD-Sendung "Anne Will", Homosexualität sei eine Sünde, die der Natur widerspreche. In dem Gespräch kam es Teilnehmern zufolge zu keiner direkten Entschuldigung des Bischofs.
Overbkeck sagte allerdings, dass er nicht die "Absicht" gehabt habe, homosexuelle Menschen "in irgendeiner Weise zu diskriminieren". Ihm sei vorher vieles über die Situation von Schwulen und Lesben nicht bewusst gewesen. Eine entsprechende Zusammenfassungs des Gespräches veröffentlichte auch das Bistum auf seiner Homepage.
Der Sprecher des Essener Forums für Lesben und Schwule (FELS), Horst Schmitz, wertete das Gespräch daher als Erfolg. "Er konnte sich nicht entschuldigen, weil er die Lehrmeinung der Kirche wiedergeben muss", so Schmitz gegenüber queer.de. "Das hätte sonst seinen Job kosten können". Overbeck habe aber quasi eine "versteckte Entschuldigung" ausgesprochen, da er darauf hinwies, dass er seinen Arbeitgeber als "lernende Kirche" verstehe, die sich weiterentwickle und für alle Menschen da sein wolle.
(mg)