Amsterdam: Demo gegen schwulenfeindliche Übergriffe
Rund 1.000 Menschen haben am Sonntag in Amsterdam gegen homofeindliche Gewalt demonstriert. Zu dem Protest hatte die Homo-Gruppe "Right to Feel Safe" eingeladen.
Die Aktivisten erklärten, dass die Stadtverwaltung bislang noch nichts unternommen habe, obwohl die Gewalt gegen Schwule zunehme. So hätten sich nach einer vorherigen kleinen Demo im Sommen bereits weitere Übergriffe zugetragen. Anfang Juli sei ein Pizza-Lieferant mit seinem Mofa in eine Menschengruppe gefahren, die vor einer Schwulenbar stand. Mehrere Personen hätten die Wartenden dann als "schmutzige Schwuchteln" beschimpft und mit Biergläsern beworfen. Ein Mann musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ende Juli wurde ein britischer Tourist in einem Schwulenviertel verprügelt. Für Unmut unter Schwulen sorgte, dass der mutmaßliche Täter noch am selben Abend wieder freigelassen wurde.
Die Demonstranten forderten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. So sei bereits Ende 2008 die Installation von Überwachungskameras in der Reguliersdwarsstraat angekündigt worden. Viele der Demonstranten liefen Hand in Hand durch die Straßen, viele kamen im Drag-Queen-Outfit. Selbst am Tag der Demonstration soll es zu einem Übegriff gekommen sein: Ein Mann soll Augenzeugenberichten zufolge von zwei jungen Frauen beschimpft und verprügelt worden sein. Die Täterinnen sind verhaftet worden.
(mg)
07.09.2010
Amsterdam: Demo gegen schwulenfeindliche Übergriffe