Am 17. Mai wird weltweit der International Day Against Homophobia and Transphobia (IDAHO) mit Kiss-ins, Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen begangen. Der Tag erinnert an eine historische Entscheidung der WHO: Die UN-Organisation hat am 17. Mai 1990 entschieden, Homosexualität von der Liste der Krankheiten zu streichen.
In ganz Deutschland organisieren lokale Gruppen unterschiedlichste Aktionen zum Tag gegen Homophobie: So trommelt die Grüne Jugend und andere Gruppen Schwule und Lesben in 20 Städten zum "Same Sex Hand Holding" zusammen. In Köln kann man sich beispielsweise um 18:30 Uhr zum Händchenhalten auf der Domplatte treffen - eine halbe Stunde später gibt es hier bereits die nächste Veranstaltung auf dem Rathausplatz: Beim Rainbow-Flash lassen Schwule und Lesben Luftballons mit Botschaften gen Himmel. Diese Aktion findet gleichzeitig in 15 anderen deutschen Städten statt.
Mehr als Händchenhalten und Luftballons gibt es in Berlin: Dort organisiert das Überfalltelefon Maneo bereits seit 2007 ein Kiss-in unter dem Motto "Protect every kiss!". Ab 12 Uhr wird auf dem Potsdamer Platz geknutscht. Die Woche vor dem Tag gegen Homophobie hat Maneo übrigens zur "Berliner Kehrwoche" erklärt - nach dem Motto: "We kehr for Tolerance".
(mg)