Zum Dresdner CSD am 2. Juli wird am Rathaus zum wiederholten Male keine Regenbogenfahne wehen. Aufgrund der Bauarbeiten am Rathausvorplatz könne der Flaggenmast leider nicht genutzt werden, lautet die offizielle Ablehnungsversion der Stadt.
Richard Kaniewski, sozialpolitischer Sprecher der Dresdner SPD-Fraktion, hält die die Bauarbeiten für vorgeschoben: "Mit Bedauern und Unverständnis nimmt die SPD-Fraktion zur Kenntnis, dass die Stadt sich nicht durchringen kann, symbolisch ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen in Dresden zu setzen und ihre Entscheidung hinter fadenscheinigen Begründungen versteckt" , heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.
Kaniewskis Kritik richtet sich an die Liberalen: Dresdens erkrankte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) wird derzeit von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) vertreten.
Die CSD-Veranstalter griffen unteressen zur Selbsthilfe: Am vergangenen Montag hissten sie eine symbolische Flagge in der Einkaufsmeile der Elbmetropole.