Freiburg streitet um Papstbesuch
Ende September soll Papst Benedikt XVI. nicht nur Berlin besuchen, auch das Erzbistum Freiburg steht auf dem Tourprogramm. Doch dagegen formiert sich immer mehr Widerstand.
Inzwischen haben neun Stadträte einen Aufruf von "Freiburg ohne Papst" unterschrieben - unter ihnen der SPD-Kreisvorsitzende Walter Krögner, drei Mitglieder der grünen Fraktion sowie jeweils zwei Stadträte der Grünen Alternative Freiburg und der Unabhängigen Liste.
Vor allem innerhalb der Grünen, die mit Dieter Salomon den Oberbürgermeister stellen, gibt es Knatsch. Salomon gehört nämlich zu den vehementesten Befürwortern des Papstbesuches und hat das Kirchenoberhaupt sogar eingeladen, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen.
In einem Interview hatte der OB für die Papst-Kritiker nur Spott übrig: „In Freiburg gibt es immer an allem Kritik, man kann keinen Zebrastreifen ohne Widerspruch einrichten.“
Die Aktivisten von "Freiburg ohne Papst" kritisieren unterdessen die "menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik" des Papstes, der einer der "Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender in der ganzen Welt" sei.
Im Aufruf wird vor dem Einfluss des Papstes auf die Politik ganzer Länder gewarnt: "Den Bestrebungen des Papstes, die eigenen Dogmen zur staatlichen Norm anderer Länder zu erheben, setzen wir unseren Widerstand entgegen."
www.freiburgohnepapst.de (mg)
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07.09.2011  Freiburg streitet um Papstbesuch
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