Niederlage in der Hauptstadt: Das Berliner Verwaltungsgericht hat am Mittwoch überraschend das Protestverbot für Papst-Gegner vor dem Brandenburger Tor bestätigt. Eine Berufung ist nicht möglich. Die Demonstration des Bündnisses „Der Papst kommt“ am 22. September wird nun stattdessen am Potsdamer Platz beginnen.
Der Berliner CSD e.V. und der LSVD Berlin-Brandenburg - als bevollmächtigte Vertreter des 65 Organisationen umfassenden Bündnisses - konnten jedoch einen Teilerfolg erzielen. Im Laufe des Verfahrens hat die Versammlungsbehörde einen neuen Kompromissvorschlag gemacht.
Nach der Kundgebung um 16.00 Uhr am Postdamer Platz soll die Demonstration vorbei am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen und entlang Unter den Linden mit einer abschließenden Kundgebung auf dem Bebelplatz vor der Hedwigs-Kathedrale nun doch – wie von der Versammlungsbehörde zunächst abgelehnt – möglich sein.
Bei einem Netzwerktreffen des Bündnisses am 15. September soll abschließend über das Motto der gemeinsamen Demonstration abgestimmt werden. Zudem findet eine Auslosung der Wagennummern statt. Auch Fußgruppen werden um Anmeldung gebeten. Das Bündnis erwartet über 50.000 Teilnehmer.