Mitte Dezember 2011 stellte das Menschenrechtskommissariat der Vereinten Nationen seinen ersten Bericht zur Lage von Homo- und Transsexuellen vor – nun liegt das Dokument in einer beglaubigten deutschen Übersetzung vor.
Hinter den auf den ersten Blick staubtrockenen Formulierungen verbergen sich hoffnungsmachende Neuigkeiten: „Regierungen und internationale Organisationen haben oft die Gewalt und Diskriminierung, die auf sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität beruht, übersehen“, heißt es etwa in dem Report. Die Mitgliedstaaten der UNO werden aufgefordert, die gesetzliche und gesellschaftliche Diskriminierung von LGBTI zu beenden. Benachteilungen und Gewalt gegenüber sexuelle Minderheiten werden dabei als Menschenrechtsverletzungen verurteilt.
Der von Aktivisten als historisch eingeschätzte UN-Bericht wird dem Menschenrechtsrat Ende Februar 2012 bei dessen 19. Sitzung vorgelegt und dort eingehend diskutiert werden.
Die deutsche Übersetzung hat den üblichen Revisionsprozess der Vereinten Nationen durchlaufen und wurde vom Büro der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte genehmigt. Die komplette Übersetzung gibt es auf hier: