Die in dem US-Bundesstaat regierenden Republikaner wollen künftig Mobbing gegen Homosexuelle an Schulen und Universitäten erlauben, sofern dies aus religiöser Überzeugung geschieht. Beschimpfungen wie „Sünder“ oder „Sodomit“ wären dann beispielsweise erlaubt.
Hinter dem Gesetzentwurf steckt die christlich-konservative Gruppe „Family Action Council“ des früheren republikanischen Senators David Fowler. Die Gruppe argumentiert, dass das Gesetz „Religionsfreiheit und Redefreiheit von Schülern und Studenten“ schützen würde. Die augenblickliche gesetzliche Regelung würde „Lebensstil“ von sexuellen Minderheiten schützen, nicht aber den Glauben von christlichen Schülern und Studenten, argumentiert die Lobbygruppe.
Die geplante Änderung des Mobbing-Gesetzes ist nicht der einzige homophobe Vorstoß in Tennessee. Ein weiterer von den Republikanern eingebrachter Gesetzentwurf soll allen Lehrern im Bundesstaat untersagen, Homosexualität im Unterricht überhaupt zu erwähnen. Dieser Entwurf wurde bereits im Mai letzten Jahres im Senat beschlossen. Bislang gab es jedoch noch keine Entscheidung in der zweiten Parlamentskammer, der General Assembly. (mg)