Woelki bekräftigt Hetero-Ideal
Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat im rbb-Fernsehen die strikte Haltung der katholischen Kirchen gegenüber Homosexualität verteidigt: Katholische Christen hätten nun mal ein „besonderes Ideal“, das der Ehe zwischen Mann und Frau, die offen ist für Kinder, sagte der Geistliche im Gespräch mit Jörg Thadeusz. „Und das ist das, wofür wir vor allen Dingen eintreten und wofür wir stehen.“
Anlass des Interviews war die Anfang Januar bekannt gewordene Beförderung Woelkis zum Kardinal. Im weiteren TV-Gespräch gab sich der Erzbischof allerdings ausgesprochen zahm und vermied auch schroffe Angriffe und Verurteiligungen: „Wir begegnen als Christen auch homosexuell veranlagten Menschen natürlich mit Achtung, mit Würde“, sagte Woelki. „Wie jeder andere Mensch ist das für mich ein Mensch, der liebenswert ist, ein Ebenbild Gottes ist.“
Der Erzbischof stellte klar, „dass wir Menschen, die homosexuell veranlagt sind, nicht verurteilen, sondern dass sie auch bei uns in der Kirche willkommen sind und dass wir sie auch in unsere Seelsorge mit hineinnehmen und dass sie auch zu unseren Gottesdiensten dazugehören. Das ist alles selbstverständlich.“ Bezüglich der „Lebensform selber“ habe die katholische Kirche jedoch die Auffassung, dass sich die Sexualität ausleben soll „in der Ehe mit der Offenheit zum Kind hin, eben der Schöpfungsordnung, so wie Gott den Menschen geschaffen und gewollt hat“. (mg)
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29.01.2012
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