Elton John traf sich mit ukrainischem LGBT-Aktivisten
Eine Konzertreise in die ukrainische Hauptstadt Kiew hat der britische Sänger Elton John dazu genutzt, sich mit dem LGBT-Aktivisten John Swiatoslaw Schermetz zu treffen und ihm seine Solidarität zu zeigen. Schermetz war im Mai von Neonazis brutal verprügelt worden.
Auch auf dem Konzert am vergangenen Samstag fand der schwule Künstler deutliche Worte. So rief er dazu auf, gegen einen ukrainischen Gesetzentwurf zu protestieren, der "Homo-Propaganda" unter Strafe stellen soll: "Ich flehe euch an, hört mit der Gewalt gegen Schwule und Lesben auf und sagt 'Nein' zum Gesetzentwurf 8711". Die Ukraine sei ein "prima Land", in dem "eine andere Hautfarbe, eine andere Religion oder eine andere sexuelle Orientierung" nicht bestraft werden dürfte.
Das geplante Gesetz soll jegliches positives Statement in der Öffentlichkeit zum Thema Homosexualität verbieten - auch Elton Johns Äußerung auf dem Konzert wäre dann illegal. Der Entwurf wurde bereits international verurteilt. Auch das Europäische Parlament hat im Mai in einer Entschließung die Ukraine neben Moldawien und Russland für homophobe Entwicklungen gerügt. (mg)