Homophobe Gewalt geht nicht nur von heterosexuellen Männern aus: In Berlin hat eine unbekannte Frau in der Nacht zu Donnerstag einen 29-Jährigen Schwulen beleidigt und getreten.
Der Mann überquerte nach Angaben der Polizei gegen 3:40 Uhr eine Fußgängerüberquerung im Stadtbezirk Kreuzberg, als ihn eine entgegenkommende Frau schwulenfeindlich beleidigte und ihm das Essen aus der Hand schlug. Anschließend trat die Täterin dem Mann mehrfach gegen die Beine, so dass er zu Boden fiel. Sie griff sich das dabei aus der Hosentasche gefallene Handy und flüchtete mit einem Taxi.
Das schwule Opfer beklagte Schmerzen in den Beinen, musste aber nicht ärztlich behandelt werden. Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Raubes.
Bereits vor wenigen Tagen haben Unbekannte in Berlin ein schwules Paar aus homophoben Motiven attackiert. Dabei wurde einem 32-Jährigen ein Messer in den Rücken gerammt. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, befand sich aber nicht in Lebensgefahr. Nach dem Überfall haben am Mittwoch 150 Menschen gegen Homophobie demonstriert.
(mg)